Digitale Aufklärung für unsere Gesellschaft.

Thesen für eine innovative und konstruktive Bewältigung aktueller Herausforderungen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Salzburg Diskurse 2016 Edmundsburg am 24.11.2016, 11:00-19:30 Uhr.

 

Anmeldung und Programm

 

Wenn Kant vor über 200 Jahren die Aufklärung als den Austritt des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit bezeichnet hat, dann stehen wir heute vor der Notwendigkeit der Überwindung neuer Unmündigkeiten und Überforderungen durch die aktuellen Problemlagen und nicht erfüllten Erwartungen in der digitalen Netzwerkgesellschaft. Im Übergang von der analogen Welt der Massenmedien in die Welt der digitalen Netze stehen wir vor einer Reihe höchst ambivalenter Phänomene und Entwicklungen.

Einerseits stehen uns nie dagewesene Zugänge zu Information und Wissen zur Verfügung, gleichzeitig scheinen wir in der Informationsflut der digitalen Netze unterzugehen. Die Hoffnung auf Transparenz und Partizipation droht in ein System zunehmender Formen der Überwachung und Kontrolle zu kippen. Waren bisher die klassischen Massenmedien mit ein Garant für Prozesse der Integration in unseren Demokratien, so beobachten wir zunehmende Tendenzen der Fragmentierung, Individualisierung und Entsolidarisierung in der Gesellschaft – Entwicklungen in Richtung Radikalisierung nehmen gerade in sozialen Netzwerken dramatisch zu.

In Summe sehen wir uns einer Reihe aktueller Herausforderungen gegenüber, die einer Anstrengung in Richtung einer neuen digitalen Aufklärung bedürfen. Um mit Habermas zu sprechen, sind wir mit einem erneuten Strukturwandel der Gesellschaft konfrontiert und es stellt sich die Frage, mit welchen neuen Lösungsansätzen und Strategien wir uns als Individuen und als Gesellschaft insgesamt diesen Umbrüchen stellen.

Die Tagung im Rahmen der Salzburg Diskurse 20:16 versucht, diese Probleme aufzugreifen und Thesen zu entwickeln, die als mögliche Lösungsansätze und Strategien dazu dienen können, den oben dargestellten Herausforderungen zu begegnen.